Geschichte
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. September 2007 um 20:48 Uhr Geschrieben von: Rouven Freitag, den 07. September 2007 um 20:47 Uhr
Steckbrief TSV Schülp bei Nortorf von 1913 e.VDie Gründung erfolgte 1913 durch den damaligen Lehrer Schlüter unterstütz durch die Familien Sachau, Kühl und Rathjen. Die Sportbetätigungen waren Turnen, Leichtathletik und Schlagball. Ein paar Jahre nach dem 1. Weltkrieg schloß man sich 1920 der ländlichen Spielvereinigung „OSSA“ an. Diese bestand aus den Dörfern Audorf, Bredenbek, Groß-Vollstedt, Schülldorf, Schülp/N. Stolzenbrook und Westensee.
1930 traten die Vereine Gr. Vollstedt, Schülp und Stolzenbrook aus der OSSA aus und gründeten die Schieß und Sportvereinigung „Hünia“. Der Name Hünia soll kund tun, dass die Spieler dieser Vereine in Ihren alten Vorfahren, den Hünen, ihr Vorbild sehen. Sie möchten es Ihnen in Körper und Manneszucht gleichtun.
Der neuen Vereinigung schlossen sich die Vereine aus Timmaspe, Krogaspe, Gnutz, Ellerdorf und Bokel an.
Alle Jahre wurde damals ein Sportfest veranstaltet mit Leichtathletik, Völkerball, Schlagball, Faustball und der Schwedenstaffel ( 4 Läufer, der erste hatte 400m, der zweite 300m, der dritte 200m und der vierte 100m zu laufen). Der Gesamtsieger durfte die Hünia- Fahne für ein Jahr behalten.
Die Hünia Fahne war es letztendlich auch, die den Faustballsport wieder in den Verein brachte. Die Heinkenborsteler, die nach dem Krieg zu der Spielvereinigung hinzugekommen waren, hatten die Fahne 1952,53 und 54 gewonnen und durften die Fahne behalten.
Als diese 1978 unter allerlei Gerümpel von einem Heinkenborsteler Bürger wiedergefunden wurde. Erinnerte man sich an das letzte Endspiel gegen Schülp. Man bat die Schülper aus Anlaß der Sportplatzeinweihung noch einmal mit der selben Mannschaft anzutreten wie vor 24 Jahren.Das Schülper Team mit Eggert Sachau, Hans-Detlef Sachau, Jochen Pöhls, Hermann Schlüter und Jürgen Delfs konnten sich mit 46:44 Punkten durchsetzen und die Fahne wieder nach Schülp holen. Seitdem wird in Schülp sehr erfolgreich Faustball gespielt. Die erste Herrenmannschaft ist seit 1995 in der zweiten Bundesliga Ost. Im Jugendbereich sind zahlreiche gute Platzierungen bei ostdeutschen und deutschen Meisterschaften zu verzeichnen.

Aber auch andere Sparten haben sich etabliert.Seit 1983 betreut Beate Brand die Frauen- Gymnastik- Gruppe, die Ihre Anfänge noch auf dem Saal der Gastwirtschaft hatte, bevor 1987 die Mehrzweckhalle in Betrieb genommen wurde. 1984 gründeten Claus-Peter Brandt und Uwe Boller die Altherren Fußballabteilung die immer noch sehr erfolgreich spielt. Letzte Saison gelang der Aufstieg in die höchste Spielklasse der Oldie- Hallen- Runde im Kreis Rendsburg Eckernförde.
Mit der Mehrzweckhalle kamen 1987 noch weitere Sportarten wie Badminton, Jedermannturnen, Kinderturnen und Eltern-Kindtunen dazu. Auch Tischtennis und schießen können angeboten werden. Leider fehlt es hier an Übungsleitern.
Zur Zeit hat der Verein ca. 350 Mitglieder.
Ernst-Wilhelm Kröger